Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) ist ein Psychotherapieverfahren, das aus der Psychoanalyse abgeleitet worden ist und auf den psychoanalytischen Theorien gründet. Gegenstand der TP ist, wie in den anderen psychoanalytisch begründeten Verfahren auch, die Aufdeckung, Bearbeitung und Bewältigung bisher unbewußter Konflikte, die im Zusammenhang mit einer Symptomatik des Patienten stehen. Voraussetzung für die Anwendung der TP ist eine grundsätzliche Bereitschaft, sich dem symptomauslösenden unbewußten Hintergrund von Konflikten und den dazugehörigen biographischen Bezügen zuzuwenden. Das Behandlungsziel wird auf dem Hintergrund des Hauptkonfliktes von Patient und Therapeut gemeinsam erarbeitet und berücksichtigt nicht allein die Symptomatik, sondern auch die aktuellen Lebensumstände und die Belastbarkeit des Patienten.
Die TP kann sowohl als Langzeittherapie als auch als Kurztherapieverfahren zur Krisenintervention angewendet werden. Die TP wird in der Regel mit einer Frequenz von einer Stunde pro Woche im Sitzen durchgeführt. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt regelmäßig die Kosten für bis zu 80 Behandlungsstunden. In Einzelfällen werden bis zu maximal 100 Stunden getragen.
Weiterführende Hinweise zum Thema:
• Indikation und Wirksamkeit Psychoanalyse und psychoanalytische Verfahren in der medizinischen Versorgung, Hrsg: Deutsche Psychoanalytische Vereinigung, 2001 (pdf-Datei)
• Tiefenpsychol. fundierte Psychotherapie (Lieberz, 1998) (pdf-Datei)
• Die psychoanalytischen Therapieverfahren (Bell, Buchholz) (pdf-Datei)