Was ist Psychoanalyse?

Der Begriff "Psychoanalyse" setzt sich aus den zwei altgriechischen Worten "psyche", auf deutsch "Seele" und "analysis", auf deutsch "Zerlegung" zusammen. Psychoanalyse bedeutet im Wortsinn also die Untersuchung bzw. Enträtselung der Seele. Als eigenständiger Ausdruck wurde das Wort von Sigmund Freud im Jahre 1896 für die von ihm begründete und fortentwickelte Wissenschaft von den unbewussten Vorgängen des menschlichen Seelenlebens geprägt.

Die Grundannahme der Psychoanalyse ist die, dass alle Menschen ein Unbewusstes besitzen, dass großen Einfluss auf das Tun und Denken jedes einzelnen hat. Und vor allem immer daran beteiligt ist, wenn Menschen unter seelischen Problemen und Schwierigkeiten leiden. Für Freud bestand die Aufgabe einer Therapie vor allem darin, diese unbewussten Anteile des menschlichen Seelenlebens bewusst zu machen. Ein auch heutzutage noch lesenswerte Einführung in die Gedankenwelt Freuds ist sein 1904 erschienenes Buch "Zur Psychopathologie des Alltagslebens".

Seit den Tagen Freuds hat sich die Psychoanalyse kontinuierlich weiter entwickelt und wurde immer wieder von den Erkenntnissen der modernen Naturwissenschaften bestätigt. Es existieren heute verschiedene analytische Methoden. Die Informationen auf dieser Website konzentrieren sich auf die von mir bevorzugten psychoanalytischen Konzepte, wobei bei meiner Arbeit die Inhalte der Psychoanalytischen Selbstpsychologie an erster Stelle stehen.

Weiterführende Hinweise zum Thema:
• Wissenschaftsgeschichte der Psychoanalyse (DPV)
• Der Blick von der Couch - Die Couch des Psychoanalytikers
• Die psychoanalytischen Therapien; Bell, Buchholz (pdf-Datei)
• Freud - Biographie auf Wikipedia
• Zur Psychopathologie des Alltagslebens; Freud 1904 (pdf-Datei)
• Informationen zur Psychoanalytischen Selbstpsychologie
• Neuro-Psychoanalyse; Koch, Berlin; GuG 10/2010 (pdf-Datei)