Was ist Psychoanalyse?

Der Begriff "Psychoanalyse" setzt sich aus den zwei griechischen Worten "psyche", auf deutsch "Seele" und "analysis", auf deutsch "Zerlegung" zusammen. Psychoanalyse bedeutet also eine Untersuchung bzw. Enträtselung der Seele. Als eigenständiger Ausdruck wurde das Wort Psychoanalyse von Sigmund Freud im Jahre 1896 für die von ihm begründete und entwickelte Wissenschaft von den unbewussten Vorgängen des Seelenlebens geprägt.

Freud selbst formulierte dazu im Jahr 1923: "Psychoanalyse ist der Name 1. eines Verfahrens zur Untersuchung seelischer Vorgänge, welche sonst kaum zugänglich sind; 2. einer Behandlungsmethode neurotischer Störungen, die sich auf diese Untersuchung gründet; 3. eine Reihe von psychologischen, auf solchem Wege gewonnenen Einsichten, die allmählich zu einer neuen wissenschaftlichen Disziplin zusammenwachsen." Ein auch heute noch lesenswerte Einführung in die Psychoanalyse und die Gedankenwelt Freuds ist sein Werk "Zur Psychopathologie des Alltagslebens", erschienen 1904.

Seit den Tagen Freuds hat sich die Psychoanalyse kontinuierlich weiter entwickelt und die Erkenntnisse der modernen Wissenschaften integriert. Es existieren heute verschiedene analytische Methoden. Die Informationen auf dieser Website konzentrieren sich auf die von mir bevorzugten psychoanalytischen Konzepte, wobei bei meiner Arbeit die Inhalte der Psychoanalytischen Selbstpsychologie an erster Stelle stehen.

Weiterführende Hinweise zum Thema:
• Wissenschaftsgeschichte der Psychoanalyse (DPV)
• Die psychoanalytischen Therapien; Bell, Buchholz (pdf-Datei)
• Zur Psychopathologie des Alltagslebens; Freud 1904 (pdf-Datei)
• Informationen zur Psychoanalytischen Selbstpsychologie