Paartherapie

Eine Paartherapie ist eine Form der Psychotherapie, die der Bearbeitung und Lösung von Konflikten in Paarbeziehungen dient. Die Psychoanalyse geht davon aus, dass für die Entstehung und das Fortdauern von Paarkonflikten seelische Dispositionen beider Partner zugrunde liegen, die wie Schlüssel und Schloss zusammen passen. Es sind bei beiden Partnern bestimmte Konflikte aus früheren seelischen Entwicklungsphasen nicht hinreichend verarbeitet worden.

Die Paartherapie hat zunächst die Aufgabe, einen Rahmen zu schaffen, in dem beide Partner ihre Bedürfnisse, Ängste und Befürchtungen zum Ausdruck bringen können. Dies kann dann der Ausgangspunkt für eine Verständigung sein, in der ein Verständnis der Partner für die Konflikte, die eigenen Anteile daran und die Persönlichkeit des anderen entsteht. Im Idealfall wird dadurch eine vertiefte seelische Beziehung mit mehr Flexibilität, Toleranz, Offenheit und Nähe möglich und es kann eine neue Basis für ein Leben miteinander (und nicht gegeneinander) entstehen.

Im Rahmen einer "Psychotherapie mit der intensiven Einbeziehung einer Bezugsperson" ist die Paartherapie eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Dauer der Behandlung umfasst dabei 12 bis maximal 50 Doppelstunden, an denen beide Partner teilnehmen.

Weiterführende Hinweise zum Thema:
• Einführung in die Paartherapie
• Psychologie und Psychotherapie von Partnerbeziehungen (J.Willi)