Medikamentöse Behandlung

Es ist heutzutage wissenschaftlich unumstritten, dass eine medikamentöse Unterstützung im Rahmen einer Psychotherapie sinnvoll und hilfreich sein kann. Z.B. ist bei schwersten Depressionen die Gabe von Medikamenten manchmal notwendig, um eine bestehende suizidale Gefährdung zu verringern und eine eventuell notwendige Krankenhauseinweisung zu vermeiden.

Allerdings können Medikamente auch unerwünschte Wirkungen haben. Deshalb kann nur ein verantwortungsvoller Umgang mit psychoaktiven Substanzen dem jeweiligen Patienten und seiner Situation gerecht werden. Die Verordnung ist deshalb nur nach einem intensivem Gespräch und ausführlicher Aufklärung sinnvoll. Dazu ist eine fachärztliche Auswahl der Medikamente notwendig, wobei hier naturheilkundliche Präparate eine wichtige Rolle spielen.

So ist es wissenschaftlich gut belegt, dass auch bei schwereren Depressionen eine fachgerechte Behandlung mit Johanniskraut einer Behandlung mit chemisch definierten Antidepressiva mindestens gleichwertig ist. Allerdings bei einer wesentlich geringeren Rate an Nebenwirkungen. Unter anderem deshalb ist eine Behandlung mit Johanniskraut auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung möglich. Und es wird in den nationalen Versorgungsleitlinien ganz offiziell als Behandlungsoption bei leichten und mittelschweren Depressionen empfohlen.

Weiterführende Hinweise zum Thema:
• Kraft: Pharmakotherapie mit Johanniskraut (MMW)
• Nationale Versorgungsleitlinien Depression