Kosten einer Behandlung

Alle gesetzlichen Krankenkassen zahlen die Kosten für Probesitzungen. Auch die Kosten notwendiger Psychotherapien müssen von den Versicherungen übernommen werden. Dazu ist ein Antragsverfahren notwendig. Der Leistungsumfang ist dabei bei allen gesetzlichen Kassen identisch.

Zur Einleitung einer kassenfinanzierten Psychotherapie beantragt der Patient, ergänzt durch einen kurzen Bericht des Psychotherapeuten, bei seiner Krankenkasse die Übernahme der Kosten. Bei Therapien von mehr als 25 Stunden Dauer ist außerdem ein Gutachterverfahren vorgesehen. Ein von der Kasse bestellter Gutachter entscheidet dann über die Übernahme der Kosten für die beantragte Psychotherapie.

Auch Beihilfeberechtigte können, je nach Notwendigkeit, bis zu acht Probesitzungen wahrnehmen. Vor Beginn einer regelmäßigen Behandlung ist immer die Bewilligung der Beihilfestelle notwendig. Der Leistungsumfang ist dann ähnlich wie bei den gesetzlichen Krankenkassen. Je nach Art der Zusatzversicherung müssen Beihilfeberechtigte aber regelmäßig mit einer Selbstbeteiligung rechnen.

Private Krankenkassen haben eigene Vertragsbedingungen und Verfahrensregeln. Die Kosten der Probesitzung und Behandlung werden oft nur begrenzt übernommen, so das regelmäßig mit einer Selbstbeteiligung zu rechnen ist. Privat Versicherte sollten vor dem ersten Termin und unbedingt vor dem Therapiebeginn ihren Versicherungsvertrag überprüfen. Eine Behandlung als Selbstzahler ist natürlich auch jederzeit möglich.

Bei nicht gesetzlich Krankenversicherten und Selbstzahlern erfolgt die Berechnung des Honorars nach den Regelungen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Weiterführende Hinweise zum Thema:
• Informationen für privat zahlende Patienten
• Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)